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... im Kran...
Rostlaube
lass Dein Haar
Lady wird blau
.. Bugspriet
im Trockendock
ob der Kran hält
Rostbekämp...
...Schleifen
Nathalie schleift
im Kran...
&%!* das warm
.. von vorne
1.Tauchversuch
altes russisches
Tauchkomp.
...von hinten
Kurz vor dem...
...mit dem Rost
Clemens+Tech.
=Krank
Up there?
Clemens...
Die Lady wird...
Herr Doktor
Micha
Antrieb+Zink
bei der Arbeit
Iron Lady auf dem Trockendock

Mit einer Frau in die Stadt zu gehen um neue Schuhe zu kaufen ist eine Sache, jeder der dieses Abenteuer schon mal mitgemacht hat, weiß wovon ich rede, versetzt Euch einfach in diese Situation und denkt: Es kann noch schlimmer kommen. Geht nicht? Doch! Welche Farbe steht unserem Boot am besten? Es gibt zahlreiche Hilfsmittel, um dieses schwerwiegende Problem zu lösen, man spaziert über die Stege sämtlicher Häfen und diskutiert über Farbvorstellungen anderer Bootseigner, man trinkt Rotwein und überlegt ob man vielleicht mit der Farbauswahl eine Bo(o)tschaft vermitteln möchte, völlig verunsichert setzt man sich dann mit seinem Freund, dem hochbegabten Grafiker an den Computer und simuliert gelb, rot, blau, gestreift, kariert, mit Fisch und ohne - im Endeffekt steht man genauso unschlüssig im Laden und studiert Farbmusterproben auf Deckeln....
Blau. Leuchtend blau. Mit weißem Fisch.
Das war's.
Jetzt zählte also nur noch die Umsetzung in die Tat.

Zwei Autos, drei Leitern, jede Menge Schwing- und Exenterschleifer, eine Kiste Grolsch, Micha, Clemens, Nathalie und drei Stunden Autobahn später beginnen die Vorbereitungen für die gewagteste Innovation, die wir je an diesem schwimmenden Schneckenhaus vorgenommen haben. Ort des Geschehens ist der Yachthafen in Workum, erste Hürde der Kran.
Der Hafenmeister gibt uns einen Termin für 17.00 zum Kranen, es gibt also noch genügend Zeit sich auszumalen, was alles passieren kann, wenn dieses lächerlich kleine Gerät 12 Tonnen Boot aus dem Wasser heben soll.
Der Hafenmeister wirkt vertrauenerweckend, aber wie viele Schiffe hat er wohl schon an Land befördert, kann er das überhaupt? Als Beruhigungstherapie gibt es Spaghetti mit Tomatensoße und Grolsch, hat schon an Weihnachten früher geholfen, ohne Grolsch natürlich.
Die zweite Portion wird allerdings jäh abgebrochen, der Kran ist frei, Zeit zum Abheben. Nachdem wir unser Boot in die Box manövriert, die Tragegurte plaziert und gesichert haben, dürfen wir nur noch zugucken, bangen und fotografisch den großen Moment festhalten. Es ist schon beeindruckend wenn dieser Riesenkoloß auf einmal aus dem Wasser gehoben und zentimetergenau auf ein Stahlgerüst herabgelassen wird.......
Als nächstes werden wir mit einem kleinen Gefährt an einen Platz transportiert, wo wir, ohne andere Bootsheimwerker zu stören, schleifen, flexen, streichen und basteln dürfen. Viel passiert natürlich an diesem Abend nicht mehr, es ist schon spät geworden, die Pasta wartet und morgen ist auch noch ein Tag.

Mit Blaumann, Hut und Gesichtsmasken beginnen am nächsten Morgen die Schleifarbeiten, leider ist Clemens etwas angeschlagen, undefinierbares Magengrimmen verlangt mit diversen Mittelchen der Hausapotheke, grünem Tee und Zwieback bekämpft zu werden, doch ein echter Handwerker läßt sich nicht so leicht entmutigen.
Die alte Farbe muß abgeschliffen werden, der Schriftzug runter und bei genauer Inspektion des Unterwasserschiffes fallen uns kleine Bläschen auf. Das ist genau das richtige für eine angehende Chirurgin. Sorgfältig müssen die Blasen eröffnet werden, die rostige Flüssigkeit wird abgelassen, lose Farbreste werden abgekratzt und nach dem entsprechendem Schliff mit Zinkfarbe versiegelt.
Clemens schleift weiter und Micha poliert die Schiffsschraube. Mein erster Tauchgang am Nachmittag, mit Druckluftflasche auf dem Rücken läßt sich der Schleifstaub wunderbar vom Boot pusten.
Dann ist die große Stunde gekommen, die Farbrolle taucht das erste mal in die Farbe ein und rien ne va plus, jetzt wird sie blau, nach dem ersten m² Pause, skeptisches Begutachten, doch je größer die gestrichene Fläche wird, desto zufriedener werden die Blicke; und nach einer Stunde fangen die ersten Begeisterungsstürme an.
Dem Himmel sei Dank, die Wahl war richtig.
Am Abend haben wir dann die Backbordseite der Lady und das Heck gestrichen, so daß ich mit ruhigem Gewissen nach Düsseldorf zurückfahren kann, um die Männer ohne Aufsicht weiterarbeiten zu lassen.
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